Bahnstreik 2011: Reisende sitzen im Dunkeln

Bahnstreik 2011: Reisende sitzen im Dunkeln – Am heutigen Mittwoch, dem 02.03.2011 wird es aktuell keinen weiteren Bahnstreik geben – doch die Ungewissheit über den Fortgang des Arbeitskampfes sorgt mittlerweile für flächendeckende Unmutsbekundungen.

Bahntickets-günstigDenn nach wie vor steht die Ankündigung der GDL aufrecht, wonach man den nächsten Bahnstreik 2011 erst kurzfristig bekannt geben werde, im Detail: Am Vorabend des entsprechenden Streiktages.

Und auch seitens der Lokführer stossen die zähen Tarifverhandlungen mittlerweile übel auf, sitze man doch hier selbst auf glühenden Kohlen und müsse zudem den stetigen Ärger der Bahnkunden aushalten.

So wird beispielsweise in der Märkischen Oderzeitung über den aktuellen Bahnstreik sinngemäß berichtet: „Die Lokführer in Angermünde sind wütend. Nicht nur, weil trotz der beiden Streiktage keine Lösung absehbar ist, sondern auch, weil die Bahnreisenden ihrer Meinung nach oft gar nicht wissen, warum es zu dem Streik kommen musste.“

Derweil bleibt die Lage für alle Berufspendler mehr als unbefriedigend, könnte doch im Rahmen der kurzen Zeitvorgabe der GDL bereits am morgigen Donnerstag der nächste Warnstreik über die Bühne gehen – und dies laut Angaben der Offiziellen mit „verschärfter Gangart“.

Wer sich angesichts solcher vollmundiger Drohungen nun noch mehr in seiner differenzierten Meinung über den aktuellen Bahnstreik bestärkt fühlt, dem sei sicherlich beigepflichtet – ein schnelles Ende des Arbeitskampfes wäre ob der zu befürchtenden, weiteren Zuspitzung mitterweile sicherlich mehr als wünschenswert.

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Grafik: (c) NW

Themen: Aktuelles

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RSSKommentare (7)

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  1. Recklinghausen sagt:

    mit “verschärfter Gangart”…

    Haben die denn immer noch nichts gelernt??? Würde den Herren von der GDL gern mal persönlich zeigen, was verschärfte Gangart heisst…!

  2. Anonymous sagt:

    Hallo,
    Kurz und knapp: Ich kann nur allen Berufseinsteigern empfehlen, die Deutsche Bahn AG langfristig nicht für die zuverlässige An- und Abreise zur Arbeitsstelle einzuplanen. Als langjähriger Bahnfahrer kann ich nur sagen. Das hat keine Sinn. Nicht nur die mittlerweile regelmäßigen Streikaktionen, sondern auch die permanenten Verspätungen sorgen für solchen Stress, dass es wirklich besser ist, mit dem PKW zu fahren, oder auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Der Streik ist sicher eine Sache der Gewerkschaft, aber auch wenn nicht gestreikt wird, beweist die Deutsche Bahn AG eine Unfähigkeit, die nicht mehr zu überbieten ist.

  3. Martina sagt:

    Na genial. Jetzt droht man den Fahrgästen seitens der GDL auch noch. Wie hat man über Guttenberg gesagt: latenter „Realitätsverlust“…Die Seuche scheint wohl gerade in Deutschland zu grassieren. Weg mit denen, die braucht eh keiner.

  4. Irene sagt:

    Die Lokführer in Angermünde sind wütend. Nicht nur, weil trotz der beiden Streiktage keine Lösung absehbar ist, sondern auch, weil die Bahnreisenden ihrer Meinung nach oft gar nicht wissen, warum es zu dem Streik kommen musste.

    – wie schön. es werden übrigens die Leute bestreikt, die letztendlich die Gehaltserhöhungen zahlen – und die können, wenn ganz dicke kommt, ihren Job durch diese Aktionen verlieren, denn Bahnstreik wird mit Sicherheit nicht von jedem Chef als Grund fürs zuspätkommen akzeptiert.

  5. Rainer sagt:

    Und nicht nur, dass wir den Lokführern die Gehaltserhöhung in Form höherer Fahrpreise zahlen müssen, meinen manche auch noch provokativ gegenüber dem Fahrgast auftreten zu müssen.
    In Limburg gibt es einen Zug, den die lieben DB-ler um 6.24 Uhr auf Gleis 5 einfahren lassen und um 6.25 Uhr gibt es einen RE nach Frankfurt, den man von Gleis 1 abfahren läßt. Und ein okführer macht sich dann einen Spass daraus, in dem Moment die Automatiktüren zu schließen, wenn der Fahrgast den Zug schon fast erreicht hat. Beschwerden bei der Bahn sind zwecklos, weil dort nur blöde Sprüche ala: „Das ist kein Anschlusszug“ kommt.
    Die sind so blöd, dass sie nicht raffen, dass es mir nicht darum geht, den Zug minutenlang noch warten zu lassen, sondern dass dieser Lokführer einfach noch die 15 Sekunden wartet, bis die Fahrgäste dann auch noch im Zug eingestiegen sind (bei Vectus, das Privatunternehmen, was bei uns fährt, ist sowas überhaupt kein Problem, obwohl sie schlechter bezahlt werden, als die DB-Mitarbeiter)
    Und sowas läßt jetzt die Berufspendler am Bahnhof stehen, um ein höheres Gehalt zu erpressen!!!

  6. Jesse sagt:

    Ich fahre morgen früh nun lieber ca 4Uhr mit der Bahn los anstatt halb sieben in der Hoffnung ans Ziel zu kommen.Eutin-Chemnitz

  7. berliner sagt:

    Pfeif auf die DB. Gegenstreik: Ich fahre nur noch mit Privatunternehmen oder Buslinien – sind übringens auch nicht teurer. Vielleicht kann das dort beschäftigte Personal irgendwann mal mehr Entlohnung bekommen, wenn noch mehr Fahrgäste die privaten Unternehmen nutzen. Übrigens: ich pendele berufsbedingt jedes Wochenende über eine Strecke von 300 km. Da haste irgendwann mal die Nase voll der Veräppelung der DB.

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