Japan Erdbeben aktuell: Nach Fukushima nun AKW Onagawa betroffen?

Japan Erdbeben aktuell: Nach Fukushima nun AKW Onagawa betroffen? – News – Ein erneutes Erdbeben der Stärke 7,4 versetzte die Menschen in Japan abermals in Aufruhr, wenngleich die dem einhergehende Tsunami-Warnung kurze Zeit später wieder aufgehoben wurde.

Japan-Erdbeben-TsunamiDabei befand sich das Epizentrum mitten im Krisengebiet, rund 66 Kilometer östlich der Stadt Sendai. Dei bisherige Bilanz des Nachbebens: Mindestens 3 Menschen wurden getötet, 140 Menschen verletzt und Millionen von Haushalten blieben lange Zeit ohne Strom.

Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo sind darüber hinaus in den betroffenen Regionen zahlreiche Notrufe wegen Bränden und havarierter Gasleitungen eingegangen – und auch in Tokio sollen zahlreiche Gebäude ins Wanken geraten sein.

Die grösste Sorge vieler Japaner bleibt jedoch das Atomkraftwerk Fukushima. Dieses sei laut dem Betreiber Tepco jedoch nicht von dem schweren Nachbeben betroffen, sollen doch erste Messungen auf keine weitere Verschlechterung der Lage hindeuten.

Der Energiekonzern sprach in diesem Zusammenhang von „keinen gemeldeten Notfällen“, wenngleich es aber noch zu überprüfen gelte, ob der erst kürzlich am Reaktor 2 geschlossene Riss durch das Beben beeinträchtigt wurde.

Lecks im Atomkraftwerk Onagawa festgestellt:

Anders stellt sich Berichten zufolge nun die Situation im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa dar, wo nach ersten Untersuchungen mehrere Lecks entdeckt wurden.

Hier sei die Situation nun „besonders heikel“, da durch die Beben ernstzunehmende Risse entstanden, durch welche bereits eine empfindliche Menge an Kühlwasser auslief.

Da das Wasser weiterhin aus den Abklingbecken zu schwabben droht, ist aufgrund der ungenügenden Nachrichtenlage aus Japan zur Stunde nicht geklärt, ob und wann die Lecks vollständig abgedichtet werden können.

Des Weiteren wurde übermittelt, dass in Onagawa insgesamt 3 von 4 Stromleitungen ausgefallen seien, eine Kühlung über lediglich ein Notstromaggregat aber dennoch weiterhin als im Bereich des Möglichen erachtet wird.

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Grafik: (c) DC

Themen: Aktuelles

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RSSKommentare (5)

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  1. Wanne-Eickel sagt:

    Nun gut, hoffen wir mal, dass man den Aussagen von Tepco „vertrauen“ kann und sie die Lage in Fukushima und auch in Onagawa in den Griff bekommen. Bisher hatteich da eigentlich eher meine Zweifel, was den unbedingten Wahrheitshehalt der „Wasserstandsmeldungen“ von solchen Energiebetreibern angeht…

  2. Anonymous sagt:

    @ Wanne-Eikel

    Vergiss es…da liegt mehr im Argen, als wir uns alle vorstellen können…

  3. Manuela sagt:

    Meine Gedanken sind bei den Menschen in Japan. Hoffentlich hat dieses Drama bald ein Ende.

  4. Michael sagt:

    Ja, das ganze sieht schlimm aus und wieder sind wir an einem Punkt wo wir (Japan) keine Kontrolle ueber die Sache mehr haben.
    Ich und viele andere koennen sich noch an die ‚Tchernobyl‘ Katastrophe erinnern und debken an die Folgen bis heute und sozusagen auf unabsehbare Zeit. Damals haetten die Verantwortlichen aus diesem Beispiel die Notbremse ziehen muessen und uns wie schon so oft besprochen zu den Alternativen Quellen zuwenden muessen. Weiterhin,- wie kann ein Staat ob Japan oder ein anderer Nuklear Reaktoren in einem Gebiet errichten, das von Erdbeben und Flutwellen heimgesucht wird und das schon seit vielen Jahren mit diesen Problemen zu kaempfen hat?? Das ist doch bei allem Respekt Mord an der Bevoelkerung. Liegt es an der Profitgier, Falschinformation oder villeicht auch an unserer Bequemlichkeit? Ein aktuelles Beispiel fuer den Boykott alternativer Energien finden wir auch in Thailand. Hier waere eigentlich das Paradies fuer Solar Stromerzeuger, Wasser,- und Windkraftwerke. Es wird aber beabsichtigt in absehbarer Zeit 5 Atom Reaktoren im Land zu verteilen. Da ich mir Aufgrund der Katastrophe in Japan Sorgen mache und auch nur 4500 KM entfernt davon lebe, wollte ich mir einen Strahlenmesser, bzw. Geiger Zaehler zulegen. Als ich dann erfuhr dass unter Strafe Einfuhrverbot fuer diese Geraete besteht war ich sprachlos.

    Dass es auch anders geht wissen wir, aber wer will denn schon gerne Einschaenkungen oder hoehere Energiekosten in Kauf nehmen? Waa nutzt uns die kurzfristige Gier wenn wir schon in einer Generation komplette Landstriche oder Kontinente fuer Jahrtausende zur Todeszone erklaeren?? Dann doch besser mit anderen Energiequellen leben die uns nicht irgendwann aber sicher toeten oder unseren einzigen Planeten Erde unbewohnbar machen!

    Wenn ich Kinder haette… wie sollte ich denen dann erklaeren was sie erwartet und warum? Die Hoffung stirbt zuletzt.

  5. Monika sagt:

    Ich mache mir auch schon Gedanken, da ich Ende April nach China reise. Hatte dann im Internet auch nach einem Geigerzähler geschaut. Das mit dem Einfuhrverbot habe ich mir auch schon gedacht. Wo kann man sich denn erkundigen?

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