Malediven Urlaub: Reisewarnung wegen Unruhen

Malediven Urlaub: Reisewarnung wegen Unruhen – Die Malediven, bekannt für paradiesischen Urlaub, werden derzeit von inneren Unruhen heimgesucht. Für die Hauptinsel Male wurde vom Auswärtigen Amt eine Reisewarnung ausgesprochen.

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Der Grund ist offensichtlich ein politischer Putsch. Der ehemalige Präsident der Malediven, Mohammed Nasheed, beschuldigte seinen bisherigen Stellvertreter und jetzigen Nachfolger Mohamed Waheed Hassan hinter dem erzwungenen Rücktritt zu stecken.

In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Nasheed, dass der Rücktritt mit bewaffneten Armeeoffizieren und Polizeikräften erzwungen wurde. Die rund 1192 Inseln im Indischen Ozean haben nur rund 400000 Einwohner. Dennoch demonstrierten mehrere tausend Bürger in der Hauptstadt Male gegen den Umsturz.

Zwischenzeitlich werden von immer mehr Inseln des Inselstaates Übergriffe auf Polizeistationen vermeldet.

Malediven Unruhen: Demonstrationen gegen neue Machthaber

Der ehemalige Präsident Nasheed wurde bei einer Demonstration den bisherigen Erkenntnissen nach leicht verletzt. Der neue Präsident Waheed Hassan indes wies die Vorwürfe eines Putsches zurück.

Für einen Putsch dürfte jedoch die Tatsache sprechen, dass zwischenzeitlich ein Gericht in Male gegen den ehemaligen Präsidenten einen Haftbefehl erlassen hat.

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Worauf sich die Gründe des Haftbefehls stützen, ließ sich derzeit noch nicht feststellen. Auch der bisherige Verteidigungsminister soll dem Vernehmen nach festgenommen werden. Wann und ob die Haftbefehle vollstreckt werden, ist derzeit noch unbekannt.

Malediven Reisewarnung: Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Male ab

Derweil bleibt der bisherige Amtsinhaber Nasheed entschlossen. Er sagte, dass er bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr wieder antreten wolle.

Fraglich bleibt allerdings, ob diese nun noch stattfinden oder ob auf den Malediven das Kriegsrecht oder ein Notstandparagraph installiert werden wird, um die demokratische Wahl zu verhindern.

Nasheed kam erst im Jahre 2008 durch eine demokratische Wahl an die Macht. Zwischenzeitlich sickerte durch, dass dem bisherigen Präsidenten der Besitz von Alkohol zum Vorwurf gemacht wird. In dem islamischen Land ist der Genuss von Alkohol außerhalb von Hotelanlagen jedoch verboten.

Malediven Unruhen: Jetzt aktuelle Reiseveranstalter-Auskunft einholen

Westliche Experten vermuten daher hinter dem Umsturz islamistische Extremisten als Hintermänner. Derweil vermelden die Reiseagenturen bereits erste Stornierungen von Reisen auf die Malediven. Dem einhergehend rät das Auswärtige Amt nach wie vor von Reisen auf die Hauptinsel Male ab.

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