Roaming-Gebühren Ausland: Telefonieren im Urlaub wird günstiger

Ein neues Telekommunikationsgesetz macht es möglich. Roaming-Gebühren für Handy-Auslandsgespräche werden im Jahr 2012 gesenkt, womit das Telefonieren im Urlaub für viele Reisende erheblich günstiger wird.

Roaming-GebuehrenDas bedeutet, Mobilfunkgespräche in andere Länder oder vom Ausland in die Bundesrepublik werden zukünftig preiswerter. Das neue Gesetz wurde vom Europaparlament beschlossen und gleichzeitig trat bereits am gestrigen Tage ein Gesetzeswerk in Kraft, dass Warteschleifen nicht mehr zur Kostenfalle für den Endkunden machen.

Ab Juli diesen Jahres 2012 werden die Telefonate um mehrere Cent pro Minute abgesenkt. Auch der mobile Internetzugang via Handy oder Smartphone wird günstiger. Gleiches gilt für das Versenden von Kurzmitteilungen. Zudem darf bei einem Providerwechsel der Verbraucher zukünftig nicht länger als einen Tag ohne Telekommunikationsunterbrechung sein.

Weitere Neuheiten treten in Kraft

Gleichsam darf bei einem Transfer der eigenen Nummer zu einem anderen Unternehmen diese nicht mehr verweigert werden. Daneben traten noch weitere, die Internetzugänge oder Mobilfunkverbindung betreffende, Updates in Kraft.

Als wichtigste Reform gilt aber die Absenkung der Roaming-Gebühren für die Auslandstelefonie. Der maximale Betrag darf zukünftig 29 Cent pro Minute (exklusive Mehrwertsteuer) nicht übertreffen.

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Vorher waren 35 Cent pro Minute zulässig. Ein angenommener Anruf darf zukünftig höchstens 8 Cent pro Minute kosten. Bislang galten elf Cent als Obergrenze. Eine SMS aus dem Ausland verschickt, darf maximal elf Cent inklusive Mehrwertsteuer kosten.

Begrenzung beim mobilen Internetzugang im Ausland

Mit Mehrwertsteuer beträgt der maximale Minutenpreis 35 Cent. Auch das Surfen im Ausland darf im Rahmen der neuen Roaming-Gebühren nicht mehr beliebig viel kosten. Ein Megabyte darf ohne Mehrwertsteuer zukünftig nur noch maximal 70 Cent kosten.

Zuvor gab es hierfür keine preisliche Obergrenze. EU weit gilt zudem, dass Mobilfunkanbieter ihren Kunden maximal 650 Euro für das mobile Surfen im Netz innerhalb der EU pro Auslandsaufenthalt berechnen dürfen. Wer das Handy beziehungsweise Smartphone dementsprechend häufig nutzt, kann entsprechende Vielsurfertarife buchen.

Durch die neue Gesetzgebung sollen die Verbraucher vor den zum Teil exorbitant hohen Preisberechnungen der Telekommunikationsanbieter im Ausland geschützt werden. Insbesondere die Roaming-Gebühren, aber auch die Kosten für Warteschleifen galten bisher als Kostenfallen für Verbraucher.

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Themen: AktuellesTechnik

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