Kuba: Zukünftig Reisefreiheit für Bürger

Reisefreiheit beschlossen: Kuba gewährt seinen Bürgern zukünftig das, was in den meisten Ländern der Welt zu den Grundrechten jedes Menschen gehört, das Recht zu reisen, wohin es beliebt.

Kuba-Reisefreiheit-ArtikelMit einem gültigen Pass soll es demnach bald allen Kubanern möglich sein, ohne Ausreisevisum ins Ausland zu reisen. Trotz der Ankündigung der freien Ausreise wird es auch zukünftig zu einigen Beschränkungen kommen. Die kubanische Regierung plant demnach zum 13. Januar die Ausreisevisa abzuschaffen.

Demnach dürfen Kubaner zukünftig allein mit einem gültigen Pass bis zu 24 Monate ins Ausland reisen. Bislang drohte den Kubanern bei einer Ausreise von mehr als elf Monaten der Verlust weitgehender Bürgerrechte, darunter der Verlust der Aufenthaltserlaubnis in Kuba.

Hochqualifizierte sollen offenbar nicht unbeschränkt ausreisen können

Wie das kubanische Außenministerium zudem mitteilte, sei auch eine Einladung aus dem Ausland zukünftig nicht mehr notwendig. Einige Beschränkungen sollen jedoch bleiben, welche das genau sind, wurde seitens des kubanischen Außenministeriums jedoch nicht mitgeteilt.

Mit „bewährt revolutionärer Stimme“ verkündete die kubanische Regierung zu den Beschränkungen, die auch zukünftig bestehen bleiben, wörtlich: „Es werden Maßnahmen beibehalten, um das geistige Kapital, das von der Revolution geschaffen wurde, gegen den Raub der Talente durch die Mächtigen zu schützen“.

Vorgehen erinnert an DDR: Rentner durften ausreisen, da sie Geld kosteten

Die Aussage erweckt jedoch den Anschein, als ob besonders hoch qualifizierten Kubanern auch zukünftig die Ausreise nicht unbedingt erleichtert werden soll.

Zudem scheint die angepriesene Reisefreiheit den Zweck zu erfüllen, all die armen Bevölkerungsteile, die für die kubanische Regierung nur als Ballast empfunden werden, aus dem Lande zu bitten und stattdessen die hoch Qualifizierten zwangsweise an sich zu binden.

Ein wenig erinnert das Vorgehen der kubanischen Regierung an die ehemalige DDR. Dort durften auch Kostenfaktoren der Regierung ohne Komplikationen ausreisen und sich auch in der Bundesrepublik niederlassen, gemeint sind die Rentner.

Hat Kuba den Mut, seine Bürger frei zwischen Kapitalismus und Sozialismus wählen zu lassen?

Die für die ehemalige DDR-Regierung wichtigen Bevölkerungsgruppen indes wurde die Ausreise weitestgehend erschwert oder vollständig untersagt.

So wie beschrieben, würden konservative Kreise das Ansinnen Kubas interpretieren. Freunde Kubas indes interpretieren den Schritt der dortigen Regierung eher dahingehend, dass diese sich nicht scheut, den Vergleich mit dem Kapitalismus aufzunehmen.

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Und seine Bürger frei entscheiden lassen will, ob diese sich als Tagelöhner in Florida niederlassen wollen oder als Arbeiter oder Angestellter in der kubanischen Heimat.

Grafik (c) jp

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