Deutsche Bahn: Facebook „Shitstorm“ löst Welle von Kommentaren aus

Deutsche Bahn von neuem Facebook „Shitstorm“ ereilt: Eine Studentin aus dem Ruhrgebiet pendelt täglich zwischen der Universität und ihrem Wohnort. Um den Zielort zu erreichen, muss sie den „Service“ der Deutschen Bahn nutzen.

Deutsche Bahn Facebook Shitstorm ArtikelNach Aussage der Studentin kommt der Regionalexpress der Bahn jedoch in etwa 85 Prozent der Fälle unpünktlich. Hierdurch verpasst die Studentin nicht nur Uni-Vorlesungen und bekommt Ermahnungen seitens der Dozenten, sondern im Winter friert sie sich gelinde gesagt auch noch die Füße ab.

Weil sie ihren Frust Luft machen wollte, schrieb sie einen offenen Brief auf der Facebook-Seite der Bahn. Innerhalb von zwei Tagen erhielt das Posting über die Deutsche Bahn mittlerweile den Status eines Facebook „Shitstorms“ mit über 3800 Kommentaren – und es werden immer mehr.

Über 3800 Kommentare und 40000 Gefällt mir-Klicks in zwei Tagen

Über 40000 User haben bei Facebook schon den Gefällt-mir-Button genutzt, um die Solidarität mit der Studentin zu bekunden und selbst ihren eigenen Unmut über die Bahn auszudrücken.

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Fängt der Brief an die Bahn noch mit „Sehr geehrte Deutsche Bahn“ an, so gerät die Studentin beim Lesen des Wortes „geehrte“ doch bereits ins Grübeln und fügt ein „im Leben nicht!“ an.

Facebook: Offenbar auch „Internetgleise“ der Bahn defekt

Im weiteren Verlauf des offenen Briefes beschreibt sie die Gründe der Verspätungen, die aufgrund von „Laub auf dem Gleisbett“ oder dem allgemein „plötzlich eingetretenen Herbst“ angeblich ausgelöst wurden.

Ursprünglich wollte die Studentin die Mail auf der Seite der Bahn selbst hinterlegen, allerdings erhielt sie nach dem Absenden eine Fehlermeldung. Offenbar klappt auch der „Internetgleisverkehr“ der Bahn nicht reibungslos, ob Absicht oder technischer Defekt, sei dahingestellt.

Deutsche Bahn: „Massenphänomen endet mit den Herbstferien“

Die Bahn indes hat gegenüber der Presse zwischenzeitlich verlauten lassen, dass die mit dem Facebook „Shitstorm“ einhergehenden Kommentare fast nur von jungen Nutzern stammen würden. Diese würden sich gegenseitig hochschaukeln.

Dass ältere Fahrgäste im Internet nicht allzu häufig unterwegs sind, sich dennoch aufregen und dieser Unmut quasi auch stellvertretend für die älteren Fahrgäste durch die Jungen dargebracht wird, scheint bei der Bahn auf taube Ohren beziehungsweise stillgelegte Gleise zu stoßen.

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Die Bahn indes kommentiert lediglich: „Das Massenphänomen (gemeint sind die Kommentare auf Facebook) lege sich wieder mit dem Ende der Herbstferien. Ein ernstgenommener Kunde (gemeint ist diesmal unter anderem die betroffene Studentin) sieht jedenfalls anders aus. Eins ist sicher, die Bahn kommt, die Frage ist nur wann?

Grafik (c) Facebook

Themen: Aktuelles

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