Luftraum über Griechenland aktuell gesperrt: Heute Flüge und Urlaub nach Plan?

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Luftraum über Griechenland aktuell gesperrt: Ab wann wieder Flüge und Urlaub nach Plan? Heute wurde der griechische Luftraum für mehrere Stunden vollständig gesperrt, nachdem ein massiver Ausfall der Kommunikationssysteme die Flugsicherheit unmöglich machte. Betroffen waren alle Flughäfen des Landes, einschließlich der internationalen Drehkreuze in Athen und Thessaloniki, was zu einem landesweiten Stillstand des Luftverkehrs führte. Tausende Reisende strandeten, während sich in der Luft befindliche Flüge in Nachbarländer wie die Türkei umleiten lassen mussten.

Luftraum über Griechenland aktuell gesperrt Heute Flüge nach Plan

Die Ursache für den beispiellosen Vorfall wurde auf einen technischen Defekt an einer Antenne im Gerania-Gebirge westlich von Athen zurückgeführt, wobei die Behörden Sabotage oder einen Cyberangriff ausschlossen. Nach Stunden der Funkstille konnte der Flugbetrieb unter Nutzung alternativer Frequenzen langsam wieder aufgenommen werden, doch die Folgen der Panne wirkten noch bis in den Abend hinein nach.

Technischer Zusammenbruch: Als die Funkfrequenzen verstummten

Die Krise begann am Sonntagvormittag kurz vor 9:00 Uhr Ortszeit, als in den Flugsicherungszentren von Athen und Mazedonien plötzlich sämtliche Kommunikationsfrequenzen ausfielen.

Die Fluglotsen verloren damit die Möglichkeit, sowohl untereinander als auch mit den Piloten in der Luft zu kommunizieren, was eine sofortige und vollständige Sperrung des Luftraums erforderlich machte. Erste Untersuchungen der nationalen Cybersicherheitsbehörde und des Geheimdienstes ergaben, dass ein ungewöhnliches „Rauschen“ die Funkkanäle unbrauchbar machte.

Der genaue Auslöser war ein Defekt an einer zentralen Antenne, die für die Verteilung der Funkfrequenzen verantwortlich ist. Der griechische Fluglotsenverband wies umgehend auf die veraltete technische Infrastruktur hin, deren Hauptsysteme teilweise noch aus den 1990er Jahren stammen und deren Erneuerung seit langem überfällig ist.

Chaos am Boden: Gestrandete Passagiere und gesperrte Terminals

An den Flughäfen des Landes führte die plötzliche Sperre zu chaotischen Zuständen. In den Abflughallen von Athen, Thessaloniki und auf Inseln wie Kreta und Rhodos warteten Tausende Reisende vergeblich auf Informationen, während alle Abflüge gestrichen und ankommende Flüge abgewiesen wurden.

Sicherheitskontrollen und die Gepäckabfertigung kamen zum Erliegen, und auf Anzeigetafeln erschienen fast ausschließlich die Wörter „Annuliert“ (Griechisch für „annulliert“) oder „Ausgesetzt“.

Viele Touristen wurden von ihren Airlines zurück in ihre Hotels gebracht, während andere gezwungen waren, die Nacht am Flughafen zu verbringen. Die Fluggesellschaften begannen damit, Passagiere per SMS über die Ausfälle zu informieren, doch viele Betroffene klagten über mangelnde Kommunikation und unklare Perspektiven für ihre Weiterreise.

Offizielle Reaktion und Kritik an veralteter Infrastruktur

Die griechische Zivilluftfahrtbehörde (HCAA) leitete umgehend eine Untersuchung ein und betonte, dass die Flugsicherheit zu keinem Zeitpunkt kompromittiert worden sei, da die Sperrung eine präventive Sicherheitsmaßnahme gewesen sei. Verkehrsminister Christos Dimas beruhigte die Öffentlichkeit, während die Fluglotsen scharfe Kritik äußerten.

Der Verbandsvorsitzende Panagiotis Psarros bezeichnete den Zustand der Systeme als „uralt“ und verwies auf frühere Warnungen der Gewerkschaft.

Er schloss eine Cyberattacke aus und bestätigte, dass die Fluglotsen auf alternative, redundante Frequenzen umgestellt hätten, um den Betrieb schrittweise wieder aufnehmen zu können. Der Vorfall löste eine breite Debatte über die dringend notwendige Modernisierung der kritischen Infrastruktur Griechenlands aus, die für den wichtigen Tourismussektor des Landes von zentraler Bedeutung ist.

Europäische Auswirkungen: Flugzeuge werden um die Ägäis herumgeleitet

Die Sperrung des griechischen Luftraums hatte unmittelbare Folgen für den gesamten europäischen Flugverkehr. Da Griechenland eine zentrale Lage im südöstlichen Mittelmeerraum einnimmt, mussten zahlreiche Überflüge, die eigentlich die Ägäis oder das griechische Festland überqueren sollten, alternative Routen nehmen.

Dies führte zu einer auffälligen Ballung von Flugzeugen über den Lufträumen der Türkei, Albaniens, Bulgariens und Zyperns, wie auf der Flugverfolgungsplattform Flightradar24 live zu sehen war.

Flüge aus Städten wie Dublin, Paris und Barcelona nach Athen wurden an ihren Abflugorten gestoppt oder mussten umkehren, während Verbindungen aus Kopenhagen und Malta komplett gestrichen wurden. Die Nachbarländer, insbesondere Italien und die Türkei, unterstützten Griechenland bei der Bewältigung der Krise, indem sie zusätzlichen Luftraum zur Verfügung stellten.

Schrittweise Rückkehr zur Normalität und aktuelle Lage

Gegen Mittag, mehrere Stunden nach Beginn der Störung, gelang es den Technikern und Fluglotsen, den Flugbetrieb schrittweise wieder in Gang zu bringen. Die ersten Flugzeuge starteten und landeten unter Nutzung der Backup-Frequenzen wieder, allerdings mit stark reduzierter Kapazität.

Am Nachmittag wurden vom Flughafen Athen bereits wieder etwa 45 Starts pro Stunde abgewickelt, was etwa der Hälfte der üblichen Kapazität entsprach. Am Sonntagabend gaben die Behörden bekannt, dass der Flugverkehr nun vollständig wiederhergestellt sei, rieten Passagieren jedoch weiterhin, sich vor ihrer Abreise direkt bei ihrer Fluggesellschaft nach dem Status ihres Fluges zu erkundigen.

Für Montag, den 5. Januar 2026, wird erwartet, dass sich der Betrieb normalisiert, auch wenn mit Nachholeffekten und weiteren Verspätungen zu rechnen ist.

AspektDetails & Fakten
Datum & Uhrzeit der SperreSonntag, 4. Januar 2026, ab ca. 09:00 Uhr Ortszeit (08:00 MEZ)
Dauer der kompletten SperrungMehrere Stunden; schrittweise Aufhebung ab dem frühen Nachmittag
UrsacheTechnischer Defekt an einer Funkantenne im Gerania-Gebirge westlich von Athen; führte zum Ausfall aller Kommunikationsfrequenzen.
Ausgeschlossene UrsachenKein Cyberangriff, keine Sabotage (laut offiziellen Untersuchungen).
Geografischer UmfangKompletter griechischer Luftraum; alle Flughäfen des Landes betroffen.
Hauptsächlich betroffene FlughäfenAthen (Eleftherios Venizelos), Thessaloniki (Makedonia), Heraklion (Kreta), Rhodos.
Maßnahmen während der SperreAlle Starts gestoppt; ankommende Flüge umgeleitet (v.a. in die Türkei) oder zurückgeschickt; Überflüge durften den Luftraum weiterhin passieren.
Passagiere betroffenTausende Reisende strandeten landesweit an Flughäfen; zahlreiche Flüge europaweit annulliert oder stark verspätet.
Rechte der PassagiereBei Annullierung: Anspruch auf Ersatzbeförderung oder Rückerstattung. Bei großer Verspätung: Anspruch auf Betreuung (Verpflegung, Kommunikation, ggf. Hotel).
Aktueller Status (5. Jan. 2026)Flugbetrieb vollständig wieder aufgenommen; Reisende sollten dennoch den Flugstatus bei ihrer Airline prüfen.
Gründe für das AusmaßVeraltete technische Infrastruktur der Flugsicherung; Systeme teilweise 30+ Jahre alt.

Bsp. Grafik: Luftraum über Griechenland aktuell gesperrt: Heute Flüge nach Plan (c) cc/RTL

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