Wetter aktuell: Massiver Schneesturm über Deutschland trifft Verkehr, Bahn und sorgt für Schulausfall – Ein starker Wintereinbruch hat heute weite Teile Deutschlands lahmgelegt und für ein Verkehrschaos gesorgt. Sturm, Schnee und Eisglätte führten von der Nordsee bis nach Bayern zu Hunderten Unfällen, gesperrten Straßen und massiven Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor anhaltend winterlichen Bedingungen mit weiterem Schneefall und teils strengem Frost.
Die Polizei meldete mehrere wetterbedingte Todesopfer, darunter mindestens drei Menschen bei einem schweren Unfall auf der glatten Autobahn 93 in Bayern. Der Winterdienst war bundesweit im Dauereinsatz, um die Hauptverkehrsadern notdürftig befahrbar zu halten.
Norddeutschland im Griff von Schnee und Sturmflut
In Hamburg waren Hunderte Einsatzkräfte der Stadtreinigung seit den frühen Morgenstunden mit Räumfahrzeugen im Einsatz, um wichtige Straßen und Radwege freizubekommen.
Auf der Autobahn 7 rund um Hamburg kam es zu zahlreichen Unfällen, und die wichtige Köhlbrandbrücke wurde für Lastwagen gesperrt. In Schleswig-Holstein waren die Autobahnen A1, A23 und A7 sowie viele Bundesstraßen von Unfällen betroffen.
Die Deutsche Bahn kämpfte mit vereisten Weichen und Schnee auf den Gleisen, was zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen führte. An der Nordseeküste erreichte der Wasserstand Sturmflutniveau, und zahlreiche Fährverbindungen nach Wangerooge, Norderney und Helgoland fielen aus oder wurden verschoben.
Westen und Mitte: Eingeschneite Lkw und landesweite Schulausfälle
Nordrhein-Westfalen war besonders stark von Schneeregen und Glätte betroffen. Im Münsterland registrierte die Polizei allein 29 Glätteunfälle mit Blechschäden. Auf der Autobahn 3 bei Würzburg legten Schnee und Eis den Verkehr komplett lahm, sodass das THW mit Großfahrzeugen ausrücken musste, um feststeckende Lastwagen zu befreien.
In Hessen rutschte ein Laster auf der A66 bei Schlüchtern in den Graben und geriet in Brand, der Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Der öffentliche Nahverkehr war vielerorts zum Erliegen gekommen; in Nordhessen fielen am Morgen auf fast allen Buslinien die Fahrten aus. Viele Bundesländer, darunter Nordrhein-Westfalen und Teile Bayerns, ordneten das Ruhen des Präsenzunterrichts an, sodass Millionen Schüler zu Hause blieben.
Winterchaos im Osten und Süden des Landes
In Sachsen und Thüringen behinderten heftiger Schneefall und ein stürmischer Wind den Verkehr. Im Vogtland und im Erzgebirge waren Straßen wegen Schneeverwehungen gesperrt, und die Feuerwehr in Dresden musste sturmbedingt umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen räumen.
In Bayern konzentrierten sich die Probleme neben den glatten Autobahnen auf den öffentlichen Nahverkehr.
In Würzburg fuhren zeitweise keine Busse mehr, und auch in anderen Städten Süddeutschlands kam es zu massiven Verspätungen und Ausfällen. Die Polizei rief bundesweit zur größten Vorsicht im Straßenverkehr auf und bat darum, nicht notwendige Fahrten zu unterlassen.
Aktuelle Lage und Prognose: Wann endet der Schneesturm?
Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass die winterliche Wetterlage noch mehrere Tage anhält. Für das erste Januarwochenende werden weiterhin Schneeschauer, stürmische Winde und strenge Nachtfröste vorhergesagt.
Besonders in den Mittelgebirgen wie Harz, Erzgebirge und Thüringer Wald sind anhaltende Schneefälle mit teils kräftigen Verwehungen möglich.
Die Kombination aus Neuschnee, Wind und den folgenden extremen Minustemperaturen birgt die Gefahr von Schneestürmen und sogenannten Whiteout-Situationen, bei denen die Sicht nahezu auf Null sinkt. Meteorologen sprechen von einem der markantesten Wintereinbrüche der letzten Jahre, der den Verkehr und den Alltag in ganz Deutschland noch bis weit in die kommende Woche hinein beeinträchtigen wird.
| Region | Betroffene Orte / Straßen | Hauptprobleme & Folgen |
|---|---|---|
| Norddeutschland | Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen | Viele Verkehrsunfälle (z.B. A7), Sturmflut, Fährausfälle, gesperrte Brücken (Köhlbrandbrücke) |
| Nordrhein-Westfalen | Münsterland, Ruhrgebiet, A3, A44, A61 | Zahlreiche Glätteunfälle, liegengebliebene Lkw, Behinderungen im Berufsverkehr |
| Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | A66 bei Schlüchtern, Westerwald, A48, A61 | Lkw-Unfall mit Brand, glatte Straßen, eingeschränkter ÖPNV mit Busausfällen |
| Bayern | A93 bei Maxhütte-Haidhof, Würzburg, Region Unterfranken | Tödliche Unfälle, kompletter Verkehrsstillstand auf Autobahnen, eingestellter Busverkehr |
| Sachsen, Thüringen | Erzgebirge, Vogtland, Dresden, Landkreis Zwickau | Schneeverwehungen, gesperrte Straßen, umgestürzte Bäume, Sturmschäden |
| Bundesweit | Alle Bundesländer | Behinderungen im Bahn- und Flugverkehr, Schulausfälle, Dauerfrost |
Bsp. Grafik: Wetter aktuell: Massiver Schneesturm über Deutschland und Schulausfall (c) cc/rmlowe



