Reisewarnung Ägypten: Hurghada und Marsa Alam abgeraten

Reisewarnung-News für Ägypten: Auswärtiges Amt rät aktuell von Urlaub und Reisen nach Marsa Alam und Hurghada ab, TUI und Thomas Cook stornieren Reisen und bieten kostenlose Umbuchungen – Die Unruhen in Ägypten sorgen international zunehmend für Angst um die Stabilität im Nahen Osten.

Reisewarnung-Aegypten-2013-Hurghada-Marsa Alam aktuell TUIMittlerweile haben Deutschland und Frankreich den ägyptischen Botschafter eingestellt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle will durch diesen Schritt der ägyptischen Regierung klarmachen, dass das Blutvergießen beendet werden müsse.

Während seines Besuchs in Tunesien sagte Westerwelle : “Es darf jetzt keine Spirale der Gewalt beginnen.“ Auch der französische Präsident Hollande bestellte den ägyptischen Botschafter ein.

Aktuell wird seitens des Auswärtiges Amts nun auch von Reisen in die Urlaubs-Destinationen am Roten Meer um Hurghada, Marsa Alam und Sharm el-Sheikh abgeraten.

Ägypten-Urlaub: TUI und Thomas Cook bieten kostenlose Umbuchungen

Dem einhergehend bieten zahlreiche große Reiseveranstalter in Deutschland mittlerweile kostenlose Umbuchungen von bereits bezahlten Reisen ans Rote Meer an.

Der Reiseveranstalter TUI offeriert innerhalb seiner Kulanz zunächst eine kostenlose Umbuchung für Anreisen bis zum 22. August 2013. Der zweitgrößte Veranstalter der Bundesrepublik, Thomas Cook, seineszeichens für Anreisen bis zum 23. August 2013.

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Und auch auf der Airline-Seite tut sich bereits etwas. Im Zuge der Reisewarnung für Ägypten 2013 vom Auswärtigen Amt hat die Ferienfluggesellschaft Condor ihre Flüge nach Ägypten eingestellt. Betroffen hiervon sind insbesondere die Zielflughäfen für die Badeorte Hurghada und Sharm el-Sheikh.

Erdogan in seinen Aussagen unglaubwürdig

Der türkische Ministerpräsident Erdogan fordert derweil eine Sitzung des Weltsicherheitsrates. Der türkische Ministerpräsident warf den ägyptischen Sicherheitskräften vor, gegenüber den Muslimbrüdern in Kairo ein regelrechtes Massaker verursacht zu haben.

Fraglich bleibt beim türkischen Ministerpräsidenten jedoch, ob dieser ebenfalls eine Sitzung des Weltsicherheitsrates gefordert hätte, wenn die Muslimbrüder weiter an der Regierung gewesen wären und die ehemalige ägyptische Opposition von derartigen Ausschreitungen betroffen gewesen wäre?

Erdogan selbst wird eine Nähe zu den Muslimbrüdern nachgesagt. Zudem geriet der türkische Ministerpräsident angesichts von Demonstrationen im eigenen Lande und dem Vorgehen türkischer Sicherheitskräfte vor wenigen Wochen selbst in die Kritik. Insofern dürfte zumindest die Kritik aus Reihen der türkischen Regierung eher der politischen Nähe zu den Muslimbrüdern, denn wirklich der eigentlichen Gewalt im Land geschuldet sein.

Tourismusbranche verzeichnet deutlichen Rückgang von Ägypten-Reisenden

Derweil geht das Interesse von Touristen für Reisen nach Ägypten zunehmend zurück. Das Touristikunternehmen TUI teilte mit, dass die Buchungen für die laufende Sommersaison weit unter dem Vorjahresniveau liegen würden.

Auch teilte das ägyptische Gesundheitsministerium mit, dass bislang mindestens 525 Menschen im Zuge der gewaltsamen Räumung des Protestcamps der Muslimbrüder ums Leben gekommen seien. Die Muslimbrüder selbst sprachen von über 2000 Toten.

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Da jede Seite für sich ein Interesse an unterschiedlich hohen Zahlen von Toten haben dürfte, wird die Wahrheit wohl in etwa in der Mitte zu suchen sein. Derweil haben die Muslimbrüder erneut zu Protesten gegenüber der Regierung aufgerufen. Ob langfristig ein Frieden in dem Land am Nil möglich ist, ohne die Muslimbrüder einzubinden, darf bezweifelt werden.

Grafik: (c) cc/ramyraoof ; □ Anzeige

Themen: Aktuelles

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RSSKommentare (2)

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  1. Karin sagt:

    Auch wir sind leider davon betroffen und mussten unseren Urlaub stornieren.
    Als Familie mit zwei Kindern waren wir natürlich urlaubsreif.
    Daher für uns sehr enttäuschend, dass alle anderen Destinationen innerhalb von 2 Tagen 400,- und mehr € teurer wurden.
    Nun machen wir einen Kompromiss Urlaub von 9 anstatt 15 Tagen, Zypern statt Ägypten, und 4700 HP statt 4200 AI.
    Freuen tun wir uns alle nicht mehr, brauchten aber dringend eine Auszeit.
    Diese sollte zur Energiegewinnung und Erholung dienen, da eines der Kinder nach den Ferien mit den abiturvorbereitungen beginnt.
    Zum einen sind wir vom Reiseveranstalter, zum anderen von den Ägyptern enttäuscht.
    Wir als Verbraucher sind die leid tragenden und keiner interessiert sich dafür.

  2. dala sagt:

    Woher stammt nur die Info in diesem Bericht, dass das Auswärtige Amt konkret vor Reisen nach Hurghada abrät?
    Rät das Auswärtige Amt dringend von Reisen ab und spricht keine konkrete Reisewarnung aus, handelt es sich lediglich um einen Sicher­heits­hinweis. Das Auswärtige Amt rät aufgrund der aktuellen Lage in Ägypten dringend davon ab, beispiels­weise nach Kairo oder in die Touristikzentren wie das Nildelta, Assuan oder Luxor zu reisen. Das betrifft auch Nilkreuz­fahrten. Liest man bei diveinside.de nach, geht in den ägyptischen Tauchregionen alles seinen gewohnten Gang. Ich denke, dass manches aufgebauscht wird. Von den Unruhen in Istanbul beispielsweise hört man derzeit nichts mehr, hat sich dort etwa alles in Luft aufgelöst?!

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