GDL-Streik: Aktuell Bahnstreik seit 2:00 Uhr

GDL-Streik: Aktuell Bahnstreik im Personenverkehr seit Dienstag (05.05.) 2 Uhr, Ersatzfahrplan der Deutschen Bahn im Fokus – Erneut gibt es keine Einigung bei dem Tarifkonflikt zwischen der GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) und der Deutschen Bahn.

bahn-streik-2015-aktuell-mai-gdl-dbUnd nun verschärft Claus Weselsky, Chef der GDL, den Arbeitskampf. Eine Woche soll der Schienenverkehr lahmgelegt werden (vom 04.05 bis 10.05.2015, der Personenverkehr ab Dienstag, 2 Uhr). Das gab es noch nie in der Geschichte der Deutschen Bahn. In diesem Tarifkonflikt ist es bereits der achte Streik.

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Und ein Ende ist nicht in Sicht. Fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden, das sind unter anderem die Forderungen der GDL. Das jüngste Angebot der Deutschen Bahn dazu, die Löhne um 4,7 Prozent in zwei Stufen ab 1. Juli zu erhöhen und eine Einmalzahlung von 1000 Euro bis zum 30. Juni.

Deutsche Bahn: Darum geht es im Tarifkonflikt

Warum ist die GDL damit nicht zufrieden? Weil die Lokführer nicht nur um Löhne streiken. Die GDL möchte auch für ihre Rangierlokführer und Zugbegleiter Tarifverträge verhandeln. Nach eigenen Aussagen hat sie 51 Prozent der Mitglieder aus diesem Bereich.

Sie will also auch deren Verhandlungen übernehmen. Bislang wurden sie immer durch die größere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vertreten. Findet hier ein Machtkampf statt? Auf jeden Fall stehen sich zwei Gewerkschaften gegenüber die miteinander konkurrieren.

Beide Gewerkschaften wollen für dieselben Berufsgruppen verhandeln, die Bahn aber lehnt dies ab und will getrennte Verhandlungen mit vergleichbaren Ergebnissen. Ihrer Meinung nach soll für eine Berufsgruppe auch nur ein Tarifvertrag gelten.

Bahnstreik: Keine Einigung zwischen Deutscher Bahn und GDL in Sicht

Der verbissene, ja fast schon rebellische Widerstand der GDL, hat einen Grund. Im Sommer plant die Bundesregierung ein neues Gesetz zur Tarifeinheit.

Dies würde bedeuten, dass in Betrieben nur noch die jeweils größte Gewerkschaft Tarifverträge abschließen kann. Friedliche Konfliktlösung soll damit erreicht werden. Der Deutschen Bahn würde dieses Gesetz entgegenkommen, da sie damit gegen größere Unterschiede dauerhafter Tarifkonkurrenz vorgehen könnte.

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Für die GDL könnte das Gesetz allerdings weniger Handlungsmöglichkeit bedeuten. Bei diesem Streik geht es also um viel mehr als nur höhere Löhne und kürzere Arbeitszeiten. Auf beiden Seiten des Konfliktes.

Grafik (c) me

Themen: AktuellesBahn

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